Futter und Medikamente sind nur ein Teil der täglichen Routine eines Haustieres. Ein Tiersitter muss außerdem wissen, wie sich Ihr Tier verhält, wo sich die benötigten Dinge befinden, wen er kontaktieren muss, wie er im Notfall reagiert und welche vertrauten Gegenstände Ihrem Tier helfen, sich zu beruhigen. Das beste Set ist einfach zu handhaben, auf Ihr Tier abgestimmt und passt sich der jeweiligen Betreuungssituation an: Ihr Tier kann beim Tiersitter untergebracht sein, oder der Tiersitter kann Sie besuchen oder bei Ihnen übernachten.
Fragen Sie vor dem Packen den Tiersitter, was er lagern kann und was er bereits mitbringt. Teilen Sie den Rest in zwei Teile: ein kurzes Pflegeblatt, das der Tiersitter schnell überfliegen kann, und ein kleines Set beschrifteter Utensilien. Die Checkliste der ASPCA für Tiersitter enthält ebenfalls Angaben zu Besitzer und Ersatzkontakten, einem Reiseplan, Tierdaten und tierärztlichen Informationen.
Schritt 1: Vereinbarung bestätigen und Pflegeblatt erstellen
Klären Sie zunächst, wo Ihr Haustier betreut wird, an welchen Tagen und zu welchen Zeiten, wie oft die Besuche stattfinden und wie der Tiersitter Sie erreichen kann. Ein Hund, der bei einem Tiersitter übernachtet, benötigt möglicherweise eine Transportbox oder ein Hundebett; ein Tiersitter, der Sie zu Hause besucht, benötigt eventuell eine geprüfte Einweisung und eine Möglichkeit, an die benötigten Utensilien zu gelangen. Bei Tierpensionen oder Tagesbetreuungen informieren Sie sich bitte vorab über die jeweiligen Anforderungen der Einrichtung. Impf- und Gesundheitsdokumentationsbestimmungen variieren je nach Anbieter und Standort.
Erstellen Sie für jedes Haustier ein einseitiges Pflegeblatt. Platzieren Sie die wichtigsten Informationen oben und nicht in einem langen Text:
- Routine: Übliche Aufsteh- und Schlafenszeiten, Spaziergänge oder Aktivitäten, Toiletten- und Katzenklo-Gewohnheiten, Fütterungsplan und bevorzugte ruhige Aktivitäten. Hinweise zu Futter und Medikamenten sollten bei Bedarf separat und deutlich gekennzeichnet aufbewahrt werden.
- Verhalten und Sicherheit: Wie Ihr Haustier auf Fremde, Kinder, andere Tiere, Türklingeln, Berührungen oder Alleinsein reagiert; bekannte Fluchtgewohnheiten; Ängste; und Signale, die das Haustier versteht.
- Hausregeln: Räume oder Möbelstücke, die tabu sind, ob das Haustier nach draußen darf, Leinenpflicht und was der Tiersitter tun sollte, bevor er eine Außentür öffnet.
- Komfort und Umgang: bevorzugte Begrüßung, Versteckplatz, Pflegebedürfnisse und Anzeichen dafür, dass das Tier gestresst ist oder sich nicht normal verhält.
Geben Sie konkrete Anweisungen. „Sie versteckt sich, wenn es klingelt; lassen Sie sie im Schlafzimmer und ziehen Sie sie nicht heraus“ ist leichter zu befolgen als „Sie kann nervös sein“. Falls der Tiersitter das Tier noch nicht kennt, vereinbaren Sie vor Ihrer Abreise ein kurzes Kennenlernen und zeigen Sie ihm den Tagesablauf.
Schritt 2: Kontakte und Notfalldaten einpacken
Tragen Sie Ihre aktuelle Telefonnummer, Ihre Reiseroute bzw. Ihre Erreichbarkeitszeiten sowie den Namen und die Telefonnummer einer Ersatzperson in das Betreuungsformular ein. Wählen Sie jemanden, der das Tier kennt und erreichbar ist, falls Sie nicht da sind. Ergänzen Sie das Formular um den Namen, die Adresse und die Telefonnummer Ihres Haustierarztes sowie die nächstgelegene Tierklinik mit Notfalldienst und Wegbeschreibung. Teilen Sie dem Tiersitter Ihre bevorzugte Klinik mit und erklären Sie, was zu tun ist, falls diese geschlossen ist.
Bitte geben Sie den vollständigen Namen, die Tierart, das Alter, die Farbe oder besondere Merkmale Ihres Haustieres, ein aktuelles Foto sowie gegebenenfalls die Mikrochipnummer und die Registrierungsinformationen an. Ein Mikrochip dient der dauerhaften Identifizierung, die Registrierung benötigt jedoch aktuelle Kontaktdaten, um sinnvoll zu sein. Halten Sie auch Halsband und Erkennungsmarke Ihres Haustieres auf dem neuesten Stand. Die Richtlinien der ASPCA für vermisste Haustiere erläutern, warum aktuelle Kontaktdaten in den Registrierungsdaten und im Mikrochipregister so wichtig sind.
Fragen Sie in Ihrer Tierarztpraxis nach, ob vor dem Gespräch mit dem Tiersitter oder der Behandlung Ihres Tieres eine schriftliche Genehmigung erforderlich ist. Erklären Sie darin schriftlich, wen die Praxis kontaktieren darf, wer die Betreuung genehmigen kann, falls Sie nicht erreichbar sind, und welche Wünsche Sie bezüglich Kosten und Behandlung haben. Die Anforderungen variieren je nach Praxis und Zuständigkeit. Fragen Sie daher nach, anstatt anzunehmen, dass eine schriftliche Erklärung ausreicht. Falls Ihr Tier versichert ist, geben Sie die Kontaktdaten und die Versicherungsdetails des Versicherers an, tragen Sie aber niemals die vollständigen Kreditkartennummern in ein gemeinsames Betreuungsformular ein.
Schritt 3: Vertraute Gegenstände und praktische Utensilien hinzufügen
Vertraute Gerüche und zuverlässige Ausrüstung erleichtern den Eingewöhnungsprozess in einer neuen Umgebung. Packen Sie nur Dinge ein, die für Ihr Haustier sicher und nützlich sind, und beschriften Sie jeden Gegenstand mit dem Namen Ihres Tieres.
- Für die Katze sind folgende Dinge empfehlenswert: eine waschbare Decke oder ein kleines Bettchen, ein vertrautes, sicheres Spielzeug sowie ein Kratzbaum oder ein Versteck. Bitte fragen Sie vorher nach, bevor Sie ein Lieblingsstück schicken, das zerbrechlich, schwer zu reinigen oder schwer zu ersetzen ist.
- Ausrüstung für Transport und Umgang: ein passendes Halsband oder Geschirr, Leine, Transportbox und wetterfeste Kleidung, die das Tier bereits trägt. Bringen Sie eine Ersatzleine mit, falls der Hundesitter mit dem Hund Gassi geht. Verlassen Sie sich nicht allein auf ein lockeres Halsband.
- Badezimmer- und Reinigungsutensilien: Kotbeutel für Hunde; Katzentoilette, Katzenstreu und Streuschaufel für Katzen; oder die übliche Einstreu und Reinigungsutensilien für Kleintiere. Zusätzlich Küchenpapier, einige Putztücher und ein tierfreundliches Reinigungsmittel, mit dem der Tiersitter umgehen kann.
- Pflege- und Alltagsutensilien: Bürste, Krallen- oder Fellpflegewerkzeug, das das Tier toleriert, Futter- oder Wassernäpfe, falls der Tiersitter keine geeigneten besitzt, sowie ein spezielles Geschirr oder eine Mobilitätshilfe.
- Hinweise zur Haltung anderer Tierarten: Notieren Sie sich die üblichen Lichtverhältnisse, Temperatur, Filterung und Haltungsbedingungen für Fische, Vögel, Reptilien und Kleinsäuger. Bringen Sie nur die Ausrüstung und das Zubehör mit, deren Handhabung der Tierbetreuer zugesagt hat, und erklären Sie alle nicht selbsterklärenden Einrichtungsgegenstände.
Für einen Aufenthalt beim Babysitter packen Sie bitte eine sichere Transportbox für Katzen und Kleintiere ein und informieren Sie den Babysitter, falls Ihr Tier zum Kauen, Kratzen, Klettern oder Ausbrechen neigt. Bei der Betreuung in Ihrem Zuhause kennzeichnen Sie bitte die Aufbewahrungsorte für Transportbox, Reinigungsset, Handtücher und Ersatzteile. So muss der Babysitter in stressigen Momenten nicht erst im Schrank suchen.
Schritt 4: Erleichtern Sie den Zugang und die Kommunikation.
Wenn der Babysitter zu Ihnen nach Hause kommt, testen Sie vor Ihrer Abreise den Schlüssel, den Türcode, die Alarmanlage und den Zugang zum Parkplatz bzw. Gebäude. Erklären Sie, wie man abschließt, welche Türen geschlossen bleiben müssen und wo sich der Babysitter befindet. Teilen Sie die Zugangsdaten über einen privaten Kanal und entfernen oder ändern Sie den temporären Zugang anschließend gegebenenfalls.
Vereinbaren Sie Zeitpunkt und Ablauf der Kontrollbesuche. Eine kurze Nachricht oder ein Foto genügt, um den Besuch zu bestätigen. Legen Sie außerdem fest, was der Tiersitter tun soll, falls ein Kontrollbesuch ausfällt oder das Tier die Nahrungsaufnahme verweigert, erbricht, Durchfall hat, ausbüxt oder verletzt wirkt. Bitten Sie den Tiersitter, Sie und die Ersatzkontaktperson zu kontaktieren und anschließend den Tierarzt oder die Tierklinik zu verständigen, falls die Situation dies erfordert. Fordern Sie den Tiersitter nicht auf, ohne tierärztliche Anweisung Symptome zu diagnostizieren oder eine neue Behandlung durchzuführen.
Bevor Sie gehen: Führen Sie eine kurze Übergabe durch
- Gehen Sie die Pflegeanleitung durch und zeigen Sie, wo das beschriftete Set aufbewahrt wird.
- Lassen Sie den Hundesitter die Routine mit Leine, Transportbox, Tür oder Gehege üben, die später verwendet werden soll.
- Bestätigen Sie die Telefonnummern, den Ersatzentscheidungsträger, die Kontaktdaten der Tierklinik und den Notfallplan.
- Weisen Sie auf Gefahrenstellen, Fluchtwege, Abschalteinrichtungen und alle Räume hin, die das Haustier nicht betreten darf.
- Lassen Sie die Sachen da, die der Babysitter mitbringen soll, und nehmen Sie alles mit nach Hause, was er nicht sicher aufbewahren kann.
Vermeiden Sie Überraschungen in letzter Minute: Führen Sie kurz vor dem Weggehen kein neues Spielzeug, unbekanntes Leckerli, unerprobtes Geschirr oder neue Routinen ein. Lassen Sie keine Medikamente für Menschen, gefährliche Kauartikel oder Reinigungsmittel in Reichweite Ihres Haustiers liegen. Die AVMA-Broschüre zur Ersten Hilfe für Haustiere betont, dass bei dringenden Problemen ein Tierarzt oder eine Tierklinik kontaktiert werden sollte; ein Notfallset für Tierbetreuer sollte die schnelle tierärztliche Versorgung unterstützen, nicht ersetzen.
Eine einfache Packliste
- Einseitiges Merkblatt mit Routinen, Verhaltensweisen und Hausregeln für jedes Haustier
- Reiseroute des Eigentümers, erreichbare Telefonnummer und alternativer Kontakt
- Regelmäßige Kontakte zum Tierarzt und zur Notfallklinik sowie bestätigte Behandlungsberechtigung
- Aktuelles Foto Ihres Haustiers, Identifikationsdaten und aktuelle Informationen zur Mikrochip-Registrierung
- Vertrautes Bettzeug oder Spielzeug und die übliche Ausrüstung zum Umgang mit dem Haustier.
- Artenspezifische Ausstattung für Bad, Reinigung, Fellpflege und Lebensraum
- Geprüfte Schlüssel- oder Zugangsanweisungen, falls der Tiersitter das Haustier zu Hause betreut.
Ein praktisches Notfallset für Tierbetreuer ist nicht die größte Tasche, sondern eine Zusammenstellung von Informationen und vertrauten Utensilien, die es einer anderen Person ermöglicht, den gewohnten Tagesablauf des Tieres beizubehalten und bei Planänderungen ruhig zu reagieren. Stellen Sie sicher, dass der Tierbetreuer alles leicht finden kann, halten Sie die Notfallkontakte gut sichtbar und passen Sie das Set an das Tier und die jeweilige Betreuungssituation an.